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Leben und Sterben – jeder Mensch macht sich Gedanken dazu. Menschen wollen sich am Ende des Lebens nicht „dreinreden“ lassen. „Sterbehilfe“ ist daher für manche der ultimative Ausdruck von Autonomie. Doch diese vermeintliche Freiheit birgt große Gefahren für unsere Gesellschaft.

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Gertrude Aubauer
© Parlamentsdirektion/WILKE

„Wir haben in der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ mehr als 500 Experten, Praktiker, Ärzte, Pfleger gehört, was Menschen am Lebensende bewegt. Einhelliger Tenor dabei: Menschen wollen nicht leiden müssen! Das Wichtigste ist, Ängste zu nehmen und Zuwendung zu schenken. Daher haben alle Parteien einstimmig den Ausbau von Hospiz- und Palliativversorgung beschlossen! Das ist unser österreichischer Weg!“

Mag. Gertrude Aubauer

 

Vorsitzende der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ 2014/2015, Abg.z.NR a.D.
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Theo Boer
© epd/Rainsborough

"Meine Vorstellung war auch, was man reglementiert, hat man im Griff. Das hat sich nicht bewahrheitet. Vielmehr hat sich gezeigt: Wenn man eine umstrittene Praxis legalisiert, stellt man sie in einem Schaufenster aus als Warenangebot. Ich habe feststellen müssen, dass das Angebot zum Teil tatsächlich die Nachfrage weckt."

Univ.-Doz. Dr. Theo Boer 

Medizinethiker und ehemaliges Mitglied der niederländischen Euthanasie-Kontrollkommission
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Michael Chalupka

„Tötung auf Verlangen und Beihilfe zum Suizid sollen verboten bleiben! Sterbewünsche entwickeln sich nämlich nicht im luftleeren Raum, sondern unter konkreten gesellschaftlichen Bedingungen, in einem bestimmten gesellschaftlichen Klima. Es darf eben nicht normal werden, sich den Tod mithilfe eines anderen oder gar durch einen anderen geben zu lassen, weil man krank, abhängig oder hilfsbedürftig ist. Da geht es in der Tat um den Schutz der Freiheit, die letzte Lebensphase, das Sterben, ohne Druck von außen zu erleben und zu gestalten.“

Mag. Michael Chalupka 

Bischof der evangelischen Kirche A.B. (vormals Direktor der Diakonie Österreich)
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Waltraud Klasnic
© Fotostudio Fischer

„Zum Thema ‚Sterbehilfe‘: Ich betrachte dieses Wort als Unwort der Zeit und als Unwort des Jahres. Wo ist die Grenze? Wo fängt es an und wo hört es auf? …Wer entscheidet?“

Waltraud Klasnic

Präsidentin Dachverband Hospiz Österreich
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Ulrich Körtner
© privat

"Organisierte Suizidbeihilfe macht aus möglichen Grenzfällen ein regelhaftes, institutionalisiertes Handeln. Grenzfälle können nicht vorweggenommen werden, und sie bleiben auch darin Grenzfälle, dass sich aus ihnen keine verallgemeinerbare Regel ableiten lässt, die als ethische oder als Rechtsnorm kodifiziert wird. Was Sterbende brauchen ist Solidarität, nicht die todbringende Spritze."

o. Univ.-Prof. Dr. DDr. h.c. Ulrich Körtner

Institut für Systematische Theologie und Religionswissenschaft
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Franz Lackner

„Seit Menschengedenken herrscht eine vom Religiösen bestimmte Kultur des Sterbens und des Todes. Anfang und Ende des Lebens weisen in eine andere Wirklichkeit. Das sind einzigartige Momente, in denen das Leben als Gabe sichtbar wird. Sie verlangen höchste moralische Standards und dürfen nicht dem Kalkül allein menschlicher Interessen und Bedürfnisse ausgeliefert werden.“

Mag. Dr. Franz Lackner OFM.

Erzbischof von Salzburg
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Michael Landau
© Laurent Ziegler

„Menschen sollen an der Hand eines anderen Menschen sterben und nicht durch die Hand eines anderen Menschen. Anders gesagt: Es geht darum, das Leben zu bejahen und das Sterben dennoch zuzulassen, einen – im umfassenden Sinn – Raum zu schaffen, um jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, seinen eigenen Tod zu sterben. Die künstliche Verkürzung des eigenen Lebens und die künstliche Verlängerung des eigenen Sterbens sind ja oft zwei Seiten der gleichen Medaille.“

DDr. Michael Landau

Präsident Caritas Österreich
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Martin Schaffenrath

„Österreich hat eine hohe Suizidrate. Bei uns sterben 2,5-mal mehr Menschen durch Suizid als im Straßenverkehr. Suizidprävention muss daher ein gesamtgesellschaftliches Anliegen sein. Diese Präventionsarbeit scheint in diversen Diskussionen von Lobbyisten für Sterbehilfe untergraben zu werden.“

Mag. Martin Schaffenrath, MBA, MBA, MPA

Verwaltungsrat der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)
Quelle: Gastkommentar vom 7.11.2020 in der Tiroler Tageszeitung
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Christoph Kardinal Schönborn

„Krankheit macht verletzlicher. Das habe ich selbst erfahren. Wer in einer existentiellen Krisensituation wie Krankheit und Lebensmüdigkeit einen Sterbewunsch äußert, braucht aber keine Hilfe zur Selbsttötung, sondern menschliche Nähe, Schmerzlinderung, Zuwendung und Beistand. Nur so kann jeder Mensch sicher sein, dass er in seiner Würde auch in verletzlichen Lebensphasen geachtet und geschützt wird.“

Christoph Kardinal Schönborn

Erzbischof von Wien
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Peter Stippl

„Ich will nicht mehr, bedeutet fast immer: ich will so nicht mehr. Wenn ein Mensch Suizidgedanken in sich trägt, braucht er ein Gegenüber, das ihm mitfühlend lebensbejahende Aus-Wege aufzuzeigt, statt sich mit den Selbsttötungsgedanken des anderen zu "solidarisieren". Die besonderen Erfahrungen und Erlebnisse, wenn durch gut gegebene Hilfestellung, Menschen Stunden, Tage oder Jahre gewinnen, bestärken die Haltung: ‚Jeder Suizid ist einer zu viel‘.“

Dr. Peter Stippl

Präsident des Österreichischer Bundesverband Psychotherapie (ÖBVP)
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Thomas Szekeres

„Aktive Sterbehilfe ist für uns als Ärztekammer nicht akzeptabel.“

Dr. Thomas Szekeres

Präsident der Österreichischen Ärztekammer
Quelle: IMABE
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Christa Radoš

„Als Psychiaterin bin ich in der täglichen Arbeit häufig mit Todeswünschen von PatientInnen konfrontiert und erkenne darin einen fluktuierenden Prozess, der vorrangig Ausdruck von Angst und Ambivalenz ist. In der Diskussion um den “assistierten Suizid“ vermisse ich ein psychiatrisch-psychotherapeutisches Verständnis für Menschen in Krisensituationen. Vorrangige ärztliche und therapeutische Aufgabe muss es sein, Behandlungsmaßnahmen zur besseren Erträglichkeit schwerer Erkrankungen und zur Erleichterung des Sterbeprozesses engagiert einzusetzen und die Palliativmedizin in Österreich in allen Fachbereichen zu stärken.“

Prim. Dr. Christa Radoš

Past-Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Vorständin der Abteilung für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin am LKH Villach
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Herbert Watzke

„Die Autonomie am Lebensende ist ein sehr zartes Pflänzchen, das dem Wind aus jeder Richtung leicht nachgibt. Man glaubt, man kann in so einer Situation ruhig abwägend kognitiv sauber Entscheidungen treffen, aber man ist im Gegenteil jeder Beeinflussung von jeder Seite sehr empfänglich, weil eine riesige Unsicherheit besteht, wie das Leben weitergeht.“

Prof. Herbert Watzke

Leiter der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin an der Medizinischen Universität/AKH Wien
Quelle: „Kreuz und Quer – Ein Recht auf den Tod?“, ORF vom 16.6.2020
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Richard Wittek-Saltzberg

„Jeder, der dem Tod sehr nahe ist, benötigt vor allem Zuwendung und Trost. Gerade dann geht es darum, unseren Nächsten in Liebe zu begegnen und einen Abschied in Würde zu ermöglichen. Bei einer guten, menschlichen Palliativbetreuung ist auch in schwierigsten Situationen ein JA zum Leben möglich.“

Mag. Richard Wittek-Saltzberg

Kommandant des MALTESER Hospitaldienstes Austria
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„Ich glaube, Ziel unserer Gesellschaft sollte es sein, Menschen, die verzweifelt sind, wieder Zuversicht, Trost und das Aufzeigen weiterhin vorhandener eigener Ressourcen zu vermitteln.“

Dr. Elisabeth Doenicke-Wakonig

Landesverband Hospiz NÖ
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„Eine Gesellschaft, die ihre Hand zur Selbsttötung reicht, verändert den Umgang mit dem menschlichen Leben. Das heißt: Es geht hier nicht nur um das Recht auf Selbstbestimmung. Gerecht ist nicht immer nur das, was der Einzelne will, sondern auch, was eine Gesellschaft moralisch prägt.“

Univ.-Prof. Dr. Udo di Fabio

Professor für Staatsrecht, Richter des deutschen Bundesverfassungsgerichts a. D.
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Wolfgang Gerstl
© Sabine Klimt

„Hinter jedem Menschen, der sein Leben beenden möchte, steht eine Verzweiflung, eine vermeintliche Ausweglosigkeit, ein Hilferuf. Diesen Hilferuf zu hören, ist unsere Aufgabe. Helfen wir den Menschen zu leben und nicht um zu sterben. Indem wir das Hospizwesen gezielt fördern, mehr Mittel in die Palliativmedizin investieren und die Patientenrechte stärken. Machen wir aus dem Wort SterbeHILFE wieder, was es sein soll: denn Hilfe hilft, sie tötet nicht.“

Mag. Wolfgang Gerstl

Abgeordneter zum Nationalrat
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Paula Glaser
© Ingrid Wegscheider

„In diesen vergangenen zehn Jahren hat kein einziger Schwerkranker um Hilfe zum Sterben gebeten. Ganz im Gegenteil! Schwerkranke wollen oft noch eine Hochzeit erleben, die Geburt eines Enkels, und sie können das auch, wenn sie medizinisch gut versorgt sind, wenn sie umfassend informiert werden, sich nicht hilflos ausgeliefert fühlen und wenn jemand für sie da ist.“

Mag. Paula Glaser, MA

Hospizverein Steiermark, ehrenamtl. Hospizteam Admont-Gesäuse
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Christoph Grötzinger
© Brigitte Kreuzwirth

„Das Töten von Menschen wird unsere Gesellschaft verändern. Davor habe ich Angst. Ich wünsche mir eine Kultur des Lebens, in der wir sagen: ich kümmere mich um dich aber mach dich nicht tot."

Christoph Grötzinger

Generalsekretär der Österreichische Evangelische Allianz
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Andreas Henckel-Donnersmarck
© privat

„Selbstbestimmung wird ermöglicht und geprägt durch Beziehung zu anderen. Die Qualität eines Lebens wird dabei nicht nur in biologischen und psychologischen Werten gemessen, vielmehr werden moralische und geistige Werte ebenso berücksichtigt. Wir sind als Gesellschaft verstörend einseitig, wenn wir zulassen, dass jemand seine Persönlichkeit durch Vernichtung wahrt. Die Würde des menschlichen Lebens muss deshalb als vorrangiges ethisches Grundprinzip erhalten bleiben!“ 

Mag. Andreas Henckel-Donnersmarck

Kärntner Familienverband
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Franz-Joseph Huainigg
© Öaab_Berger

„Meine Damen und Herren, ich führe ein Leben an einem Schlauch, an einem Beatmungsschlauch, ich bekomme durch diesen Schlauch 24 Stunden Luft – und es ist ein gutes Leben, das ich führe! Tötung ist keine Antwort auf Not und Verzweiflung, auf Ängste und Sorgen. Der Sterbewunsch, der entsteht, ist in Wirklichkeit ein Hilferuf, auf den wir anders reagieren müssten: mit Zuneigung, mit Trost, mit Nächstenliebe. Es braucht eine Kultur des Beistandes, und es braucht eine Kultur der Trauer.“

Dr. Franz-Joseph Huainigg

Autor, ehemaliger Abgeordneter zum Nationalrat
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Walter Jens

„Nicht totmachen, bitte nicht totmachen!“ 

Walter Jens

Tübinger Literaturwissenschaftlicher und Verfechter der aktiven Sterbehile, änderte aber am Ende seines Lebens die Meinung
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„Ich will kein Mitleid, keine falschen Zuschreibungen von außen und erst recht keine vorzeitige billige Fahrkarte ins Jenseits. Ich will ganz einfach leben! So wie mir geht es auch sehr vielen anderen behinderten, kranken Menschen. Die Positionen von BIZEPS kurz und bündig: Gegen aktive Sterbehilfe und gegen assistierte Selbsttötung.“

Mag. Marianne Karner

2014: BIZEPS – Zentrum für selbstbestimmtes Leben
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Raimund Klesse

„Der assistierte Suizid löst kein humanitäres Problem unserer Gesellschaft; er schafft stattdessen Unsicherheit und Angst, er zerstört die Solidarität der Menschen im Angesicht von Leid und Endlichkeit unseres Daseins. Lassen wir uns von dem scheinbar rationalen Kalkül eines kontrolliert herbeigeführten Todes nicht blenden. Wir brauchen keine mitleidigen Todeshelfer sondern mitfühlende Lebenshelfer.“

Dr. Raimund Klesse

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Präsident der Hippokratischen Gesellschaft Schweiz
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Martina Kronthaler
© privat

"Palliativ-Einrichtungen und Hospize zeigen uns, wie der Wunsch zu sterben auf menschenwürdige und menschengerechte Weise beantwortet werden kann. Eine humane Gesellschaft investiert daher in diese Einrichtungen sowie in Pflege und Betreuung, anstatt aktive Sterbehilfe zuzulassen. Und in eine Haltung, die das Dasein eines Menschen ganz grundsätzlich begrüßt und gutheißt.“

Mag. Martina Kronthaler

Generalsekretärin aktion leben österreich
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Gudrun Kugler
© Parlamentsdirektion Photo Simonis

„Alte oder kranke Menschen können auf subtile Weise unter Druck gesetzt werden. Mit der Zulassung organisierter Angebote der Selbsttötung steigt der innerliche oder äußerliche Druck auf Menschen in belastenden Lebenssituation von derartigen Angeboten Gebrauch zu machen.“

MMag. Dr. Gudrun Kugler

Abgeordnete zum Nationalrat
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Susanne Kummer

"Kranke, schwache oder vulnerable Menschen fühlen sich in unserer dominierenden Leistungsgesellschaft ohnehin schon häufig als „Last“ für die anderen. Der Gedanke, dass sie das alles ihrer Umgebung jederzeit ersparen könnten, wird zur Option, die sie wählen können. Aus dem Recht auf den begleiteten Suizid wird so eine Pflicht zum sozialverträglichen Frühableben. Hier sind Machtstrukturen wirksam, die es klar zu benennen gilt."

Mag. Susanne Kummer

Geschäftsführerin von IMABE, Ethikerin
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Jan Ledochowski
© Alissar Najjar

„Dem Leiden ein Ende setzen, nicht dem Leidenden – das sollte unsere Maxime sein“

Jan Ledochowski

Präsident der Plattform Christdemokratie
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„Wir Ärzte sollten nicht durch Gesetze in diese Todesmaschinerie eingebaut werden. Töten ist keine Lösung. In Prävention, in liebevoller Begleitung, im Ausbau der Palliativmedizin – da liegt die Zukunft, und da sollten wir investieren.“

Dr. Günther Leiner

Abgeordneter zum Nationalrat a.D.
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Christine Leopold

„In den Pflege- und Betreuungseinrichtungen von Kolping Österreich begleiten wir viele Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Alle MitarbeiterInnen sind im Bereich „Palliative Care“ geschult. Sinnvoller als eine Legalisierung der „Sterbehilfe“ scheint mir der Ausbau der Palliativpflege – eine Praxis, die der Würde des Menschen entspricht und die es ermöglicht, dass Schwerkranke und völlig auf Hilfe Angewiesene ein Ja zum Leben sagen können. Und auch zum Tod – dann, wann er kommt.“

KR.in Mag.a Christine Leopold

Präsidentin „Kolping Österreich“
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Manfred Lütz
© Thomas Meyer

"Es gibt ja sozusagen eine Schlacht um Worte und deren Bedeutung: Aktive Sterbehilfe zum Beispiel ist Tötung, das ist keine Hilfe. Es handelt sich dabei um die Tötung eines Menschen. Sterbenlassen ist keine Tötung. Das ist etwas sehr humanes und christliches und hat nichts damit zu tun, dass man mit allen Mitteln gegen den Tod kämpft."

Prim. Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz 

Deutscher Psychiater und Theologe
Quelle: Domradio
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Lukas Mandl

„Gehen wir gut miteinander um. Signalisieren wir Menschen ihr ganzes Leben lang und besonders, wenn sie im Sterben liegen, dass sie einzigartig und wertvoll sind. Denn das sind sie! Menschenwürde und Lebensrecht sind jenseits von Kriterien der Nützlichkeit oder des Funktionierens. Die Menschheit sollte heute verstanden haben, dass das Sterben durch die Hand eines anderen Menschen keine Option ist. An der Hand eines anderen Menschen - so möchte ich eines Tages sterben, so sollte jeder Mensch sterben dürfen, wenn es so weit ist.“

MdEP Mag. Lukas Mandl

Europa-Abgeordneter
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Stephanie Merckens

“Unser Ziel sollte es sein, den Schmerzen ein Ende zu bereiten. Nicht dem Leben.”

Dr. Stephanie Merckens

Institut für Ehe und Familie, Juristin und Biopolitikerin
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„Wer Ärzte an ‚qualitätsgesicherten, klinisch sauberen‘ Suiziden beteiligen will, verwischt die Grenzen zur Tötung auf Verlangen und zur Euthanasie“

Dr. Frank Ulrich Montgomery

Präsident des Weltärztebundes
Quelle: Focus
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„Ich hab mindestens zweimal aktive Sterbehilfe gemacht… Sehr aktiv sogar, bei meiner Mutter und bei meiner Frau: Hand gehalten, dabeigesessen, getröstet. Hilfe beim Sterben brauchen alle Menschen. Denen, die für Hilfe beim Töten sind, sollten wir das Wort Sterbehilfe nicht überlassen.“

Franz Müntefering

Ehemal. SPD-Parteichef, jetziger Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO)
Quelle: zvw.de
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Gabriele Pachschwöll
© © Podolsky/mediadesign

„Als humane Gesellschaft muss es uns wichtig sein, alten, schwachen, schwerkranken und sterbenden Menschen sowie geistig, seelisch und körperlich Beeinträchtigten Sicherheit und Halt zu geben und sie nicht durch die Möglichkeit des assistierten Suizids unter Druck zu bringen. Ein Blick in die Niederlande und die Schweiz genügt, um zu sehen, dass die anfangs gesetzten Sorgfaltskriterien nach und nach aufgeweicht werden und sukzessive Gesetzesanpassungen nach sich ziehen. Für viel dringender und sinnvoller erachte ich in Österreich den flächendeckenden Ausbau von Palliativ- und Hospizstrukturen.“

Gabriele Pachschwöll, Msc

 

Pflegerische Leitung Palliativteam UK Krems Stv. Obfrau Förderverein Palliative Care UK Krems Verfasserin der Masterthesis „Im Namen der Autonomie – Pro und Contra zum assistierten Suizid“
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„Suizid ist ansteckend.“

"Das Argument der schiefen Ebene, die Befürchtung, Patienten könnten mehr oder weniger offen gedrängt werden, doch endlich aus dem Leben scheiden zu wollen, wird nur allzu leichtfertig abgefertigt mit dem Hinweis, wissenschaftliche Begleitung, Meldepflichten und Transparenz würden Missbrauch schon verhindern. Ein Blick in die Niederlande lehrt anderes.“

Univ.-Prof. Dr. Stephan Sahm

Internist und Medizinethiker
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„Du zählst, weil Du du bist. Und du wirst bis zum letzten Augenblick deines Lebens eine Bedeutung haben.“

Cicely Saunders

Gründer der Hospizbewegung
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Ingrid Schneider

„Daran zeigt sich, dass es in der … Debatte um Sterbehilfe auch um wirtschaftliches Interesse geht. Und zwar viel mehr, als die meisten Menschen ahnen. Tatsächlich ist sie Ausdruck eines allgemeinen Trends zur Entsolidarisierung der Gesellschaft und zur Individualisierung von Verantwortung.“

Univ.-Prof. Dr. Ingrid Schneider

Deutsche Politikwissenschafterin, Biotechnologie, Gesellschaft und Umwelt
Quelle: „Wir sind immer abhängig“, Brandeins, 01/15
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Thomas Sitte

„Jemand, der schwer dement ist, fragt nicht nach Suizidbeihilfe. „Sterbehilfe“ bei Demenzkranken ist Tötung ohne Verlangen.“

Dr. Thomas Sitte

Palliativmediziner
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"Es gibt kein gutes Töten."

Robert Spaemann

Deutscher Philosoph (1927-2018)
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Günter Virt

„Aus dem Recht auf Leben lässt sich zwar keine Pflicht des Einzelnen zum Leben ableiten, wohl aber die Pflicht der Rechtsgemeinschaft zum Schutz des Menschenlebens.“

Em. Univ.-Prof. Dr. Günter Virt

ehemaliges Mitglied der European Group on Ethics in Science and New Technologies
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„Es ist nicht die Aufgabe der Ärzteschaft, den Tod kranker Menschen auf Wunsch gezielt herbeizuführen. Leben zu beenden, das widerspricht dem ärztlichen Berufsethos und darf nicht Bestandteil ärztlichen Handelns sein.“

Dr. Johannes Zahrl

Kammeramtsdirektor Österreichischen Ärztekammer
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"Es genügt nicht Nein zu sagen zur Tötung auf Verlangen und zur Beihilfe zum Suizid. Die Not der Betroffenen ist ernst zu nehmen und wirksame Hilfe zu deren Linderung anzubieten. Wir sind herausgefordert, das Sterben als Teil des Lebens zu sehen und gut zu begleiten.“

Österreichischen Palliativgesellschaft und Hospiz Österreich

(Stellungnahme "Gut leben können und sterben dürfen" , März 2020)

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„Der Weltärztebund bekräftigt sein starkes Bekenntnis zu den Grundsätzen der medizinischen Ethik, und dass dem menschlichen Leben größter Respekt entgegengebracht werden muss. Daher stellt sich der Weltärztebund entschieden gegen Euthanasie und ärztlich assistierten Suizid“

World Medical Association 

(Stellungnahme bei der 70. Generalversammlung des Weltärztebundes)